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Wichtig! Mitglieder einer Ladendiebbande festgenommen

21.07.2010
Wichtig! Mitglieder einer Ladendiebbande festgenommen

Mitglieder einer Ladendiebbande festgenommen

In Mels sind Ladendiebe festgenommen worden

Immer wieder werden in der Südostschweiz Ladendiebstähle in grossem Stil begangen. Sieben professionelle rumänische Ladendiebe sind letzte Woche in Mels von der Kantonspolizei St. Gallen festgenommen worden.

St. Gallen. – Die Festgenommenen werden verdächtigt, vergangene Woche wie auch schon zuvor in verschiedenen Einkaufszentren des Kantons St. Gallen Diebstähle verübt zu haben. Die Gruppe trat in unterschiedlicher Zusammensetzung auf und entwendete Waren im Wert von mehreren tausend Franken.

Kriminaltourismus in die Ostschweiz

Für die Diebestouren reisen die vorwiegend aus Osteuropa stammenden Tätergruppierungen jeweils eigens in die Schweiz ein. Das Deliktsgut bringen sie so schnell wie möglich zurück in ihr Heimatland. Bevor dieses durch Mittelsmänner verkauft ist, treten die Diebe die Reise wiederum in Richtung Schweiz an, wo das Spiel wieder von vorne beginnt, schreibt die Kantonspolizei St. Gallen in einer Mittielung.

Die Dunkelziffer der entwendeten Waren ist sehr hoch. Ein 33-jähriger Rumäne gab in der Befragung zu, seit seinem 17. Lebensjahr als professioneller Ladendieb unterwegs zu sein.

Professionalität und Auftragsdiebstähle

Die Diebe gehen in der Gruppe sehr geschickt und vorsichtig ans Werk. Meistens betreten einzelne Gruppenmitglieder grössere Einkaufszentren und halten sich unabhängig voneinander auf den Verkaufsflächen auf. Dabei beobachten sie einerseits sehr genau das Verkaufspersonal und halten andererseits nach allfälligen Sicherheitsvorkehrungen Ausschau.

Geschickt füllen sie die Einkaufwagen mit teuren, alkoholischen Getränken, Zigaretten, Kosmetikartikel oder elektronischen Geräten. In der Regel decken sie mit Kleidungsstücken aus der Textilabteilung ihre Einkäufe ab. So verlassen sie dann den Eingang der Verkaufszentren ohne die Kasse zu passieren.

Der Wert eines mit Deliktsgut gefüllten Einkaufswagen kann sich schnell auf über 2000 Franken belaufen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Polizei weiss auch, dass Täter aus Moldawien, Georgien, Russland, Polen und weiteren osteuropäischen Ländern sogenannte Auftragsdiebstähle im grossen Stil verüben. Sie werden in ihrem Heimatland bewusst mit dem Auftrag in die Schweiz entsandt um das einte Mal beispielsweise Lederjacken und das andere Mal alkoholische Getränke zu stehlen.

Ratschlag an die Bevölkerung

Die Polizei rät der Bevölkerung bei verdächtigen Feststellungen, entweder das Verkaufspersonal zu informieren oder die Verdächtigen explizit zu beobachten, so dass diese den Laden unverrichteter Dinge wieder verlassen.

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